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Lockengel richtig verwenden: Mehr Halt und Definition für deine Locken

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Lockengel kommt meistens dann ins Spiel, wenn die Locken nach dem Waschen zwar schön gebündelt sind, diese Definition aber nicht lange erhalten bleibt. Ein Gel legt sich beim Trocknen als Film um die Strähnen und hilft dabei, ihre Form zu stabilisieren. Dadurch kann das Styling länger halten und weniger schnell auseinanderfallen.

Wie viel Gel du brauchst und welche Stärke zu dir passt, hängt allerdings nicht nur vom Lockenmuster ab. Eine feine 3c-Strähne reagiert anders als eine kräftige 2c-Welle. Porosität, Dichte und Dicke der einzelnen Strähnen sind deshalb mindestens genauso wichtig wie die Einteilung in Lockentyp 2, 3 oder 4.

Auch beim Gel gilt deshalb: Du solltest nicht automatisch das Produkt wählen, das laut Etikett zu deinem Lockentyp gehört, sondern darauf achten, wie sich deine Locken tatsächlich damit verhalten.

Was bewirkt Lockengel?

Gel ist in erster Linie ein Produkt für Halt und Definition. Während des Trocknens bildet es einen Film um die Lockenbündel. Dadurch bleiben die einzelnen Strähnen eher zusammen, anstatt sich direkt wieder voneinander zu lösen. Das kann vor allem dann helfen, wenn deine Locken leicht frizzig werden oder schnell ihre Form verlieren.

Je nach Produkt kann das Gel:

  • die Bündelung stabilisieren

  • Frizz reduzieren

  • die Definition länger erhalten

  • einen festen Cast erzeugen

  • Locken beim Trocknen vor zu viel Bewegung schützen

  • ein Styling über mehrere Tage unterstützen

Wie stark diese Effekte ausfallen, hängt von der jeweiligen Rezeptur ab. Manche Gele sind sehr leicht und flexibel, andere sorgen für deutlich stärkeren Halt.

Gelcast: Warum harte Locken beim Trocknen normal sein können

Wenn sich deine Locken nach dem Trocknen hart anfühlen, muss das kein schlechtes Zeichen sein. Viele Gele bilden einen sogenannten Cast. Dieser feste Film hält die Curl Clumps während des Trocknens zusammen und schützt die entstandene Form.

Sobald deine Locken vollständig trocken sind, knetest du den Cast vorsichtig aus. Danach fühlen sich die Locken wieder weicher an, während die Definition möglichst erhalten bleibt.

Wichtig ist, wirklich zu warten, bis alles trocken ist. Wenn du den Cast zu früh aufbrichst, können sich die Locken schneller teilen und mehr Frizz entwickeln.

Lockengel oder Curl Cream?

Curl Cream und Gel übernehmen nicht dieselbe Funktion. Eine Lockencreme macht die Längen meist geschmeidiger und unterstützt die Bündelung. Ein Gel soll die entstandene Form stärker fixieren. Wenn deine Locken trocken wirken, kann eine Creme oder ein Leave-in vor dem Gel sinnvoll sein. Sind sie dagegen bereits weich und gepflegt, fehlt aber Halt, reicht möglicherweise Gel allein.

Eine einfache Routine kann deshalb so aussehen:

Conditioner → Gel

oder:

Lockencreme → Gel

Eine umfangreichere Kombination aus Leave-in, Creme und Gel ist ebenfalls möglich, kann feine oder niedrig poröse Locken jedoch schneller beschweren.

Wie stark sollte dein Gel sein?

Leichter, mittlerer oder starker Halt ist weniger eine Frage des Lockentyps als des gewünschten Ergebnisses. Ein leichtes Gel eignet sich gut, wenn du ein natürliches Gefühl und viel Beweglichkeit möchtest. Mittlerer Halt ist für viele Lockenköpfe ein guter Kompromiss zwischen Definition und Flexibilität.

Starker Halt kann sinnvoll sein, wenn:

  • deine Locken sehr schnell ihre Form verlieren

  • du einen ausgeprägten Cast möchtest

  • dein Styling mehrere Tage halten soll

  • du bei feuchtem Wetter mehr Kontrolle brauchst

  • deine Curl Clumps beim Trocknen leicht auseinanderfallen

Auch feine Wellen können ein Gel mit starkem Halt verwenden. Entscheidend ist, wie schwer die gesamte Formulierung ist und wie viel Produkt du aufträgst.

Worauf du bei Porosität und Strähnendicke achten solltest

Bei feinen Strähnen lohnt es sich meist, zunächst mit einer kleinen Menge zu arbeiten. Zu viel Gel kann Gewicht hinzufügen und Volumen reduzieren.

Niedrig poröse Locken können ebenfalls schneller belegt wirken, wenn viele Produkte übereinandergeschichtet werden. In diesem Fall kann eine einfache Routine aus Conditioner und Gel besser funktionieren als Leave-in, Creme und Gel zusammen.

Höher poröse Locken profitieren häufig von zusätzlicher Pflege unter dem Gel. Ein Leave-in oder eine Curl Cream kann die Längen geschmeidiger machen, bevor das Gel den Halt übernimmt.

Bei einer sehr dichten Lockenkrone ist häufig eher die Verteilung das Problem. Arbeite in mehreren Sektionen, damit auch die unteren Locken genügend Produkt bekommen.

Lockengel richtig auftragen

Gel lässt sich besonders gut auf nassen oder feuchten Locken verteilen. Wasser hilft dabei, das Produkt gleichmässig über die Curl Clumps zu legen. Wie nass die Locken beim Styling sein sollten, ist individuell. Bei sehr nassem Styling entstehen häufig grössere Bündel und eine glattere Definition. Auf nur feuchten Locken kann das Ergebnis voluminöser werden.

Für eine einfache Gelroutine kannst du so vorgehen:

  1. Wasche und conditioniere deine Locken.

  2. Gib bei Bedarf Leave-in oder Curl Cream dazu.

  3. Verteile das Gel zwischen den Handflächen.

  4. Arbeite es gleichmässig in Längen und Spitzen ein.

  5. Forme die Curl Clumps mit deiner bevorzugten Technik.

  6. Lass die Locken möglichst ungestört trocknen.

  7. Knete einen entstandenen Cast erst im vollständig trockenen Zustand aus.

Wenn einzelne Partien mehr Frizz entwickeln als andere, kannst du dort gezielt etwas mehr Gel verwenden, anstatt die gesamte Lockenkrone mit einer zusätzlichen Schicht zu überziehen.

Wie viel Lockengel ist richtig?

Auch hier gibt es keine allgemeingültige Menge. Bei kurzen, wenig dichten Wellen kann eine kleine Portion reichen. Lange, dichte Locken brauchen entsprechend mehr. Zusätzlich spielt die Konsistenz eine Rolle. Ein konzentriertes Gel mit starkem Halt wird anders dosiert als ein sehr flüssiger, leichter Styler.

Die sinnvollste Strategie ist deshalb, mit einer moderaten Menge zu beginnen und das Ergebnis zu beobachten. Fehlt Halt, gib beim nächsten Mal etwas mehr Gel dazu. Wirken die Locken schwer oder klebrig, reduziere die Menge.

Die passende Auftragetechnik

Beim Scrunching wird das Gel von unten Richtung Ansatz in die Locken gedrückt. Diese Methode fördert die natürliche Bündelung und funktioniert für viele Lockentypen.

Praying Hands eignet sich besonders gut, um Gel gleichmässig über die Oberfläche zu verteilen. Die Handflächen gleiten dabei sanft über eine Sektion. Gerade bei Frizz kann das hilfreich sein. Beim Raking wird das Gel mit den Fingern durch die Locken gezogen. Bei hoher Dichte erreichst du damit auch innere Partien. Danach kannst du die Locken wieder scrunchen.

Brush Styling gibt dir zusätzliche Kontrolle über die Curl Clumps. Eine geeignete Bürste kann dabei helfen, einzelne Locken gleichmässiger zu formen.

Keine dieser Methoden ist grundsätzlich besser. Das Ergebnis hängt von deiner Struktur und davon ab, ob du mehr Volumen oder stärkere Bündelung möchtest.

Wie trocknest du Gel am besten?

Nach dem Auftragen sollte das Gel möglichst wenig gestört werden.

Du kannst deine Locken an der Luft trocknen oder einen Diffusor verwenden. Wenn du diffusierst, sind niedrige bis mittlere Temperatur und Luftstärke ein guter Ausgangspunkt.

Wichtig ist vor allem, die feuchten Locken nicht permanent anzufassen. Jede Bewegung kann Curl Clumps teilen, bevor der Film vollständig stabil ist. Sobald die Locken trocken sind, kann der Cast ausgeknetet werden.

Öl zum Auskneten – notwendig oder nicht?

Ein paar Tropfen Öl werden häufig empfohlen, um den Cast auszukneten. Das kann angenehm sein, ist aber nicht zwingend notwendig.

Wenn deine Locken Öle gut vertragen, kannst du eine sehr kleine Menge zwischen den Handflächen verteilen und anschliessend scrunchen.

Bei feinen oder niedrig porösen Locken reichen häufig trockene Hände vollkommen aus. Zusätzliches Öl kann sonst unnötiges Gewicht verursachen.

Macht Gel Locken trocken?

Gel ist nicht automatisch austrocknend und auch nicht automatisch pflegend. Wie es sich anfühlt, hängt von der gesamten Formulierung ab. Manche Gele enthalten Feuchthaltemittel und pflegende Bestandteile, andere konzentrieren sich fast ausschliesslich auf Halt.

Wenn sich deine Locken nach mehreren Anwendungen trocken anfühlen, solltest du nicht nur das Gel prüfen. Möglicherweise fehlt darunter Pflege oder die gesamte Routine passt nicht optimal. Auch Alkohol ist nicht automatisch problematisch. Unterschiedliche Alkoholarten erfüllen verschiedene Funktionen. Deshalb lohnt es sich, die Rezeptur als Ganzes zu betrachten.

Lockengel bei Frizz und Luftfeuchtigkeit

Gel kann gerade bei hoher Luftfeuchtigkeit hilfreich sein, weil der Film die Lockenbündelung stabilisiert. Eine vollständige Frizz-Garantie gibt es allerdings nicht.

Klima, Luftfeuchtigkeit, Reibung und die gesamte Produktkombination beeinflussen das Ergebnis. Wenn du bei feuchtem Wetter deutlich mehr Frizz bekommst, kannst du einen stärkeren Halt ausprobieren. Teste das Produkt aber über mehrere Wash Days, bevor du entscheidest, ob es funktioniert.

Brauchen Afro-Locken automatisch starkes Gel?

Auch bei Coils und Afro-Locken entscheidet nicht allein die Enge des Musters darüber, welches Gel passt.

Feine oder wenig poröse Afro-Locken können mit schweren Stylingprodukten schnell überladen wirken. Andere Coils profitieren dagegen von starkem Halt, weil dadurch die Bündelung länger erhalten bleibt. Shrinkage ist dabei kein Problem, das mit Gel verhindert werden muss. Das Zusammenziehen beim Trocknen gehört bei engen Lockenmuster ganz natürlich dazu.

Wenn das Gel flockt

Weisse Flocken nach dem Trocknen können mehrere Ursachen haben.

Häufig liegt es daran, dass:

  • zu viel Produkt verwendet wurde

  • Gel und Creme nicht gut miteinander harmonieren

  • bereits viel Build-up vorhanden ist

  • das Gel auf einer sehr trockenen Basis verteilt wurde

Ein einfacher Produkttest kann helfen. Verreibe etwas Creme und Gel in der Handfläche. Wenn die Mischung sofort klumpt oder flockt, solltest du die Produkte besser nicht kombinieren.

Lockengel beim Refresh

An Tag zwei oder drei musst du normalerweise nicht erneut die volle Gelmenge verwenden.

Oft reicht es, einzelne Locken leicht anzufeuchten und zu scrunchen. Viele Gele werden durch Wasser wieder etwas aktiviert. Fehlt danach noch Halt, kannst du eine sehr kleine Menge Gel zwischen nassen Händen verteilen und nur gezielt auf die betroffenen Partien geben.

Häufige Fragen zu Lockengel

Was ist ein Gelcast?

Ein Gelcast ist der feste Film, der beim Trocknen um die Curl Clumps entstehen kann. Sobald die Locken vollständig trocken sind, wird er vorsichtig ausgeknetet.

Muss jedes Gel einen Cast machen?

Nein. Flexible Gele können guten Halt geben, ohne besonders hart zu werden.

Ist starkes Gel schlecht für feine Wellen?

Nicht grundsätzlich. Ein leicht formuliertes Gel mit starkem Halt kann gut funktionieren. Entscheidend sind Produktmenge und Gesamtgewicht der Routine.

Kann ich Gel ohne Lockencreme verwenden?

Ja. Wenn deine Locken ausreichend gepflegt sind, kann Conditioner plus Gel völlig ausreichen.

Muss ich Gel auf klatschnasse Locken geben?

Nein. Wet Styling und Damp Styling sind beide möglich. Teste, welche Variante besser zu deinem gewünschten Ergebnis passt.

Warum flockt mein Gel?

Häufig sind entweder Produktmenge oder Produktkombination die Ursache. Teste das Gel einmal allein und reduziere die Menge.

Hilft Gel gegen Frizz?

Gel kann Frizz reduzieren, weil es die Curl Clumps stabilisiert. Vollständig verhindern lässt sich Frizz damit jedoch nicht.

Kann ich Lockengel jeden Tag verwenden?

Du kannst Gel beim Refresh ergänzen, musst es aber normalerweise nicht täglich vollständig neu auftragen. Oft reicht Wasser, um vorhandenes Gel wieder etwas zu aktivieren, es sei denn, du wäscht deine Locken jeden Tag.

Welche Gelstärke passt zu mir?

Das hängt davon ab, wie viel Halt du möchtest und wie schnell deine Locken beschwert werden. Beginne mit einer mittleren Stärke und passe Menge oder Halt danach an. Achte nicht nur auf dein Lockenmuster, sondern auch auf Porosität, Dichte und Strähnendicke. Besonders wichtig ist ausserdem die Kombination mit den Produkten darunter. Wenn Leave-in, Creme und Gel zusammen zu schwer werden, kann eine einfachere Routine bessere Ergebnisse liefern.


Wenn du unsicher bist, welches Lockengel zu deinen Locken passt, kannst du Lockenkopf ein Foto deiner Locken schicken. Wir helfen dir gerne dabei, eine passende Gelstärke und Stylingroutine auszuwählen.