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Volumen am Ansatz: Tipps gegen platte Locken

Frizz bei Locken: Ursache verstehen und sanft bändigen Du liest Volumen am Ansatz: Tipps gegen platte Locken 9 Minuten

Volumen am Ansatz ist für viele Lockenköpfe ein echtes Dauerthema. Die Locken machen eigentlich schön mit, sind definiert und gepflegt – und trotzdem liegt der Ansatz oft flach am Kopf. Die Frisur wirkt dadurch schnell schwer oder kraftlos, obwohl die Längen genau so aussehen, wie man es sich wünscht.

Woran das liegt, ist ganz unterschiedlich. Manchmal sind es zu reichhaltige Produkte, manchmal eine Styling-Routine, die den Ansatz unbewusst beschwert. Auch der Haarschnitt oder kleine Alltagsgewohnheiten spielen eine Rolle. In diesem Beitrag schauen wir uns gemeinsam an, wie du deinem Haaransatz wieder mehr Leichtigkeit, Stand und Fülle geben kannst – mit einfachen, alltagstauglichen Tipps, die deine Locken unterstützen und nicht gegen sie arbeiten.

Pflege & Reinigung – warum der Ansatz oft platt wird

Oft beginnt das Problem mit platten Locken genau dort, wo man es am wenigsten vermutet: bei der Pflege. Viele Lockenköpfe meinen es besonders gut mit ihren Haaren – reichhaltige Conditioner, nährende Masken, Öle und Leave-ins gehören fest zur Routine. Für die Längen ist das meist perfekt, für den Ansatz aber oft zu viel des Guten.

Der Haaransatz braucht in erster Linie eins: Leichtigkeit. Wenn sich dort Produktrückstände ansammeln oder zu schwere Pflege direkt auf die Kopfhaut gelangt, verlieren die Haare an Spannkraft und liegen schneller flach an. Deshalb lohnt es sich, Conditioner, Masken und reichhaltige Leave-ins konsequent nur in die Längen und Spitzen zu geben – nicht bis ganz nach oben.

Auch die Reinigung spielt eine wichtige Rolle. Wer sehr mild wäscht oder häufig Co-Wash verwendet, riskiert mit der Zeit Build-up am Ansatz. Das Haar fühlt sich dann zwar weich an, hat aber kaum noch Stand. Ein sanftes Shampoo, das die Kopfhaut gründlich, aber schonend reinigt, kann hier wahre Wunder wirken. Ab und zu darf es auch eine Tiefenreinigung sein, um alte Rückstände zu entfernen und dem Ansatz wieder Luft zu verschaffen.

Ein weiterer Punkt ist die Balance zwischen Feuchtigkeit und Protein. Fehlt dem Haar Struktur, hängen die Locken oft kraftlos nach unten. Leichte Proteinpflege kann helfen, dem Ansatz wieder mehr Stabilität zu geben, ohne ihn auszutrocknen. Wichtig ist: beobachten, ausprobieren und der eigenen Lockenstruktur zuhören – denn Volumen am Ansatz entsteht nicht durch „mehr“, sondern durch die richtige Anwensung.

Styling – wie Technik dem Ansatz mehr Stand gibt

Neben der Pflege entscheidet vor allem das Styling darüber, ob Locken am Ansatz Volumen bekommen oder nicht. Oft sind es kleine Handgriffe, die einen grossen Unterschied machen. Viele Lockenköpfe stylen ihre Haare sehr nah am Kopf, streichen Produkte von oben nach unten ein oder lassen die Locken genau in der Position trocknen, in der sie später liegen sollen. Das fühlt sich kontrolliert an, nimmt dem Ansatz aber jede Chance, sich aufzurichten.

Hilfreich ist es, beim Styling bewusst gegen die Schwerkraft zu arbeiten. Das beginnt schon beim Auftragen der Produkte: Wenn du Gel, Creme oder Schaum einknetest, halte einzelne Partien leicht vom Kopf weg oder neige den Kopf zur Seite. So trocknet der Ansatz nicht direkt an der Kopfhaut fest, sondern bekommt von Anfang an etwas Luft. 

Ein bewährtes Hilfsmittel ist der Diffusor. Beim Föhnen über Kopf oder in wechselnden Kopfpositionen werden die Ansätze angehoben und trocknen mit mehr Stand. Wichtig ist dabei, mit niedriger Hitze und wenig Luft zu arbeiten, damit die Locken nicht auseinandergeblasen werden. Geduld zahlt sich hier aus – lieber etwas länger und sanfter föhnen als schnell und heiss.

Viele Lockenköpfe schwören zusätzlich auf sogenanntes Root Clipping. Dabei werden einzelne Strähnen am Ansatz mit kleinen Clips oder Klammern leicht angehoben fixiert, während das Haar trocknet. Das klingt im ersten Moment ungewohnt, funktioniert aber erstaunlich gut – besonders am Oberkopf oder entlang des Scheitels. Nach dem Trocknen werden die Clips entfernt und der Ansatz bleibt sichtbar lockerer.

Auch der Scheitel selbst beeinflusst das Volumen stark. Wenn er immer an derselben Stelle liegt, passt sich das Haar mit der Zeit an und fällt automatisch flach. Ein gelegentlicher Wechsel – mal etwas weiter links, mal weiter rechts oder leicht im Zickzack – kann sofort mehr Fülle bringen, ganz ohne zusätzliches Produkt.

Ein weiterer einfacher, aber sehr wirkungsvoller Trick ist es, die Locken während des Trocknens immer wieder von links nach rechts – und auch nach vorne oder hinten – zu legen. Wenn das Haar die ganze Zeit in derselben Position trocknet, liegt es direkt an der Kopfhaut an und verliert an Stand. Durch das bewusste Umlagern bekommt der Ansatz Bewegung und trocknet nicht platt, sondern richtet sich immer wieder neu auf. Das sorgt ganz natürlich für mehr Volumen, ohne dass du zusätzliches Produkt oder Hitze brauchst.

 

Produkte für mehr Volumen am Ansatz – was hilft wirklich?

Beim Thema Produkte herrscht oft grosse Unsicherheit. Viele Lockenköpfe fragen sich, warum die Locken zwar weich und gepflegt sind, aber am Ansatz trotzdem kein Volumen entsteht. Die Antwort liegt häufig in der Produktwahl. Nicht jedes Lockenprodukt, das in den Längen wunderbar funktioniert, ist auch für den Haaransatz geeignet.

Alles, was sehr reichhaltig ist – schwere Cremes, Buttern oder ölbasierte Leave-ins – kann den Ansatz beschweren und ihn schneller platt wirken lassen. Das heisst nicht, dass diese Produkte schlecht sind, sondern dass sie gezielt eingesetzt werden sollten. Am Ansatz gilt: weniger ist mehr. Leichte Formulierungen geben dem Haar Halt, ohne es nach unten zu ziehen. 

Besonders bewährt haben sich Lockenschäume oder luftige Mousse-Produkte. Sie geben Struktur und Stand, ohne das Haar zu beschweren, und eignen sich deshalb ideal für den Ansatz. Ein bis zwei Pumpstösse, sanft in den Haaransatz eingearbeitet, reichen oft schon aus, um sichtbar mehr Fülle zu erzeugen. In den Längen kannst du danach wie gewohnt mit Gel oder Creme weiterarbeiten.

Auch Volumensprays oder spezielle Ansatzprodukte können helfen, vor allem an Tag zwei oder drei nach dem Waschen. Sie sorgen für Griffigkeit und nehmen überschüssigen Talg auf, was den Ansatz sofort lockerer wirken lässt. Wichtig ist, dass diese Produkte lockenfreundlich sind und nicht austrocknen – Alkohol ganz oben in der Inhaltsstoffliste ist meist ein Zeichen dafür, dass sie für Locken weniger geeignet sind.

Wenn dein Ansatz trotz Styling immer wieder in sich zusammenfällt, lohnt es sich, die eigene Routine kritisch zu betrachten. Oft bringt schon der Wechsel zu einem leichteren Produkt oder eine kleine Anpassung in der Reihenfolge den gewünschten Effekt.

Haarschnitt & Alltag – wie Volumen am Ansatz langfristig bleibt

So wichtig Pflege, Styling und Produkte auch sind – ohne den passenden Haarschnitt wird es für viele Lockenköpfe schwierig, dauerhaft Volumen am Ansatz zu halten. Sehr lange, ungestufte Haare bringen viel Gewicht mit sich. Dieses Gewicht zieht die Locken nach unten, besonders am Oberkopf, und lässt den Ansatz schneller platt wirken.

Ein lockengerechter Stufenschnitt kann hier viel verändern. Durch gezielt gesetzte Stufen wird Gewicht aus den Längen genommen, sodass sich die Locken am Ansatz freier bewegen können. Das Haar fällt luftiger, bekommt mehr Dynamik und wirkt insgesamt voller. Wichtig ist dabei, dass der Schnitt auf Locken abgestimmt ist – idealerweise im trockenen Zustand, damit sichtbar wird, wie die Locken wirklich fallen. Ein erfahrener Friseur kann beurteilen, wo Stufen sinnvoll sind, ohne die Form zu verlieren. 
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Neben dem Schnitt spielen auch Alltagsgewohnheiten eine grosse Rolle. Viele Lockenköpfe drücken ihren Ansatz unbewusst flach – zum Beispiel durch enge Zöpfe, Dutts oder Haarreifen, die immer an derselben Stelle sitzen. Abwechslung hilft: Trage deine Haare öfter offen oder wechsle die Position von Zopf und Scheitel, damit sich der Ansatz nicht an eine einzige Richtung gewöhnt. 

Auch die Nacht entscheidet mit. Wenn Locken im Schlaf plattgedrückt werden, fehlt morgens oft jede Sprungkraft. Ein lockerer Pineapple-Dutt am Oberkopf oder ein Satin-Kissenbezug kann helfen, Reibung zu reduzieren und den Ansatz zu schonen. Wie du siehst, können kleine Anpassungen im Alltag langfristig einen grossen Unterschied machen – und sorgen dafür, dass das Volumen am Ansatz nicht nur ein Zufallsergebnis bleibt, sondern sich stabil hält.

Zusätzlich kann das Schlafen mit einer Schlafmütze – oft auch Bonnet genannt – sehr hilfreich sein. Unter der Satin-Mütze werden die Locken sanft gebündelt, behalten ihre Form und werden nicht plattgelegen. Wichtig ist dabei das Material: Synthetischer Satin ist hier oft die bessere Wahl, da Naturfasern wie Baumwolle oder auch Seide dem Haar Feuchtigkeit entziehen können, was morgens zu Frizz führt. Zudem ist hochwertiger Satin deutlich pflegeleichter in der Reinigung als reine Seide und steht ihr in der Haptik kaum nach – fühlt sich also genauso angenehm an, ist aber alltagstauglicher.

Fazit – kleine Anpassungen, grosse Wirkung

Platte Locken am Ansatz sind kein Zeichen von „falschen“ Haaren, sondern meist das Ergebnis kleiner Details in Pflege, Styling oder Alltag. Mit einer leichten, auf den Ansatz abgestimmten Pflegeroutine, bewussten Styling-Techniken und der richtigen Produktwahl lässt sich bereits viel erreichen. Auch der Haarschnitt und scheinbar nebensächliche Gewohnheiten wie Schlafposition oder Scheitel spielen eine grössere Rolle, als man denkt.

Im Prinzip reicht es, die eigenen Locken aufmerksam zu beobachten und ihnen das zu geben, was sie wirklich brauchen. Volumen am Ansatz entsteht nicht durch immer mehr Produkte, sondern durch die richtige Balance aus Leichtigkeit, Halt und Bewegung. Wer bereit ist, ein wenig zu experimentieren, wird schnell merken, wie viel Potenzial im eigenen Lockenkopf steckt.

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